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Fachratgeber

Fensterbau-Montage im Winter — was Sie wissen sollten

28. November 20254 Min. Lesezeit
Fensterbau-Montage im Winter — was Sie wissen sollten

PU-Schäume sind technisch bis −5 °C einsetzbar, doch eine gute Montage unter Winterbedingungen erfordert mehr als die richtigen Materialien.

Viele Bauherren verschieben die Fenstermontage in den Frühling, in der Annahme, im Winter werde „nicht gearbeitet“. Technisch ist das falsch — unser Team arbeitet das ganze Jahr, einschließlich Dezember und Januar. In den Wintermonaten gelten allerdings strengere Regeln.

Die PU-Schäume zur Befestigung und Dämmung der Öffnungen sind Winterformulierungen, die bis −5 °C einsetzbar sind. Wichtig: Die Temperatur muss sowohl beim Auftragen als auch während der gesamten Aushärtezeit (24 h) bei ≥ −5 °C liegen. EPDM-Profildichtungen bleiben auch darunter elastisch, doch das Arbeiten mit Silikonen und PU-Schäumen bei −10 °C liefert keine zuverlässigen Ergebnisse.

Zweite Regel: Tau und Kondensat. Ein kaltes Profil, das in einen warmen Raum gebracht wird, entwickelt sofort Kondensat, das die innere Dichtungsebene schädigen kann. Unser Protokoll: Die Fenster ruhen mindestens 12 Stunden im Raum, bevor sie eingebaut werden.

Drittens: Bauwerksfeuchte. Ein Neubau hat im Winter durch ausdunstendes Wasser aus frischem Beton und Putz eine hohe Luftfeuchtigkeit. Werden Fenster in diesen Bedingungen eingebaut, zeigt sich am ersten Morgen außenseitiges Kondensat auf der Scheibe — das ist ein optisches, kein technisches Problem.

Praktische Empfehlungen: Im Winter Montage in den Vormittagsstunden planen, wenn die Temperatur steigt, nicht fällt. Prüfen, ob Heizung auf der Baustelle verfügbar ist — wir arbeiten auch ohne, aber es ist leichter mit. Und vor allem: die Saison nicht aus Wintermythen verschieben — wir arbeiten ganzjährig, weil Materialien und Qualifikation es erlauben.