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Dreifachverglasung — wann sie sich wirklich lohnt

8. März 20264 Min. Lesezeit
Dreifachverglasung — wann sie sich wirklich lohnt

Der Preisunterschied zwischen Zweifach- und Dreifachverglasung ist nicht unerheblich. Hier erfahren Sie, wann sich die Investition wirtschaftlich rechnet — und wann nur der Komfort spricht.

In den letzten fünf Jahren hat sich die Dreifachverglasung in Deutschland und Slowenien als Standard etabliert, auf dem bosnischen Markt wird jedoch häufig noch Zweifachverglasung eingebaut. Der Grund liegt teils im Preis, teils in der irrigen Annahme, in unserem Klima sei Dreifachverglasung nicht nötig.

Die Zahlen: typische Zweifachverglasung Ug = 1,1 W/m²K, Dreifachverglasung Ug = 0,5 W/m²K. Mehr als das Doppelte an Differenz. Konkret — bei einem 1,5 × 1,5 m großen Fenster spart der Wechsel von Ug 1,1 auf Ug 0,5 rund 35 kWh pro Jahr nur an diesem einen Fenster. Bei einem durchschnittlichen Haus mit 25 m² Fensterfläche entspricht das etwa 580 kWh pro Jahr oder finanziell rund 45–55 € pro Heizsaison, abhängig vom Energieträger.

Dreifachverglasung hat aber auch Nachteile. Das Gewicht liegt etwa 50 % höher und erfordert verstärkte Beschläge und manchmal eine Flügelverstärkung. In Südräumen reduziert sie den winterlichen Solareintrag (der g-Wert ist niedriger), was paradoxerweise den Heizbedarf bei orientierungsgerechten Gebäuden erhöhen kann.

Unsere Empfehlung: Im kontinentalen Teil von BiH (Sarajevo, Tuzla, Banja Luka), mit über 6 Monaten Heizperiode, amortisiert sich Dreifachverglasung in 4–6 Jahren. In der Herzegowina und Dalmatien ist die Rechnung knapper — dort empfehlen wir oft Zweifachverglasung mit Low-E-Beschichtung (Ug = 1,0) als optimale techno-ökonomische Lösung.